Mehr Geld und Boni für verantwortungsbewusste Manager


Bis dato sind die Gehälter der Topmanager an dem Shareholder Value (möglichst hoher Gewinn, in möglicht kurzer Zeit, mit möglichst geringem Risiko) gebunden. Andere Bewertungsfaktoren wurden diesem einzig vorgegebenen Ziel perfide untergeordnet. Das hat bestens funktioniert.

Es stellt sich die Frage, warum diese offensichtlich funktionierende und eintrainierte Stimulanz nicht auch für die Neuausrichtung des Systems sinnvoll genutzt werden könnte? Was haben Manager jetzt davon, wenn sie auf einem gleichmäßigen Wertzuwachs aller Systempartner (Eigentümer, Mitarbeiter, Lieferanten, Geschäftspartner, Gesellschaft und Umwelt) achten?

Die Bindung des Gehaltes und der Boni an einem allgemeinen Wertezuwachs könnte da einen Beitrag zur Problembeseitigung leisten. Weg vom alleinigen Shareholder Value hin zu einem Stakeholder Value als Bewertungsgrundlage wäre da ein ableitbare Ansatz aus dem Bad Blumauer Manifest. Jene die in der Lage sind das umzusetzen, verdienen in Zeiten wie diesen die maximale Unterstützung und sollten auch monetär etwas davon haben.

Robert Rogner jr.

Kommentare:

  1. Kurzer Beitrag: Es heißt "Stakeholder" und nicht "Steakholder". Ein Steak ist etwas zu essen.

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  2. Diese Initiative ist sehr begrüßenswert und ich bin in vielen Bereichen mit den Proponenten einer Meinung. Skurill ist nur, dass gerade der Herr Rogner das fordert, der es offensichtlich mit Gewinn nicht so versteht. Denn Sie haben angedroht, die Therme zu schließen, weil sich das nicht rechnet, wenn Sie die ganze Landesförderung zurückzahlen müssen. (Konkursgefahr!) Letztlich wurden soweit ich weiß nur 4,8 Mio zurückgezahlt, 4,8 Mio. Steuergeld haben Sie einfach so eingesteckt....
    Mit öffentlichem Geld lässt sich dann leicht was reden von Nachhaltigkeit und Co.......

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  3. Zu vorstehenden Kommentar:

    Das war keine Förderung, das wiederspricht sich ja schon mit der Rückzahlung.

    Bei dem Vorgang den sie ansprechen handelte es sich um die vorzeitige und gänzliche Rückzahlung eines Kredites an das Land Steiermark. Einen Nachlaß darauf hat es nicht gegeben das wurde auch zu keinem Zeipunkt angestrebt. Es wurde also nicht eingesteckt sondern Steuergeld vorzeitig und verzinnst rückgeführt.

    Das haben auch letztendlich die Medien und so berichtet, allerdings erst nachdem einem sich daraus ergebenden Schlagabtausch der Politik ausführlich Raum gegeben wurde. Das war in der Tat skurill und hat uns überrascht. Ich gestehe darauf waren wir nicht vorbereitet. Das hat uns in der Richtigstellung viel Energie und Kraft gekostet.

    Diese Erfahrung ist mit ein Grund für unseren Einsatz für mehr Ethik in unserer Gesellschaft.

    Danke, das sie unsere Initiative mit ihrem Beitrag unterstützt haben und mir auch dadurch nochmals die Möglichkeit einer Richtigstellung zu diesem Thema gegeben haben.

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