Die Belohnung wartet im Himmel


Die Belohnung wartet im Himmel

Die Wirtschaft hat einen klar definierten Auftrag und der lautet in möglichst kurzer Zeit mit möglichst wenig Risiko, möglichst viel Gewinn zu erzielen. Diesen Auftrag hat sie von ihren Geldgebern. Die Geldgeber sind Banken, Fonds, Beteiligungsgesellschaften und Aktionäre, die diesen Auftrag wiederum von den Menschen übernommen haben, die ihnen ihrerseits ihr Geld zur Verfügung gestellt haben. Das Rating eines Unternehmens und auch eines Landes  ist primär auf die Fähigkeit ausgelegt, wie gut es diesem gelingt diesen Auftrag zu erfüllen. Macht man das gut bekommt man ein gutes Rating und wird dadurch belohnt, dass man sich günstig Geld am Kapitalmarkt organisieren kann. Das gilt auch für Privatpersonen, wie man aus Gesprächen mit seinem Bankberater weis.

Unter Gewinn versteht man in unserem System monetären Gewinn, also Geldzuwachs. Das verführerische ist es, dass sich dieser Gewinn sehr leicht kurzfristig steigern lässt. Das Problem ist, dass dies immer auf Kosten anderer im System geschieht. Auf Kosten der Mitarbeiter, der Umwelt, der Gesellschaft, des Produktes, des Kunden und letztendlich – wie wir jetzt wissen – auch der Geldgeber. Die Folge ist ein Kollaps. Das System wird also primär aus der Perspektive des kurzfristig ausgerichteten Geldgebers getrieben. Der langfristige Geldgeber verliert ebenso.

Mit diesem Bewusstsein sollte es doch ein einfaches sein das alles zu ändern, oder? Hätten da nicht gerade Klein und Mittelständische Unternehmen im urbanen Raum die besten Vorsaussetzungen zu entsprechen?

Da gibt es auf Grund der Größe persönlichen Kontakt der Eigentümer/Geldgeber zu den Mitarbeiten, zum Produkt und zu den Kunden zum Teil bereits über Generationen. Was geschieht wohl, wenn ein Bäcker seinen Laden im Dorf Mitarbeiter abbaut, am Produkt spart, oder seinen Müll in den Dorfbach leitet? Der verliert sehr schnell an Reputation (Rating) und bekommt die Konsequenzen zu spüren.

Es zeigt sich, dass es gerade diese Unternehmen sind, welche jetzt am meisten leiden. Sie bekommen kein Geld mehr vom Kapitalmarkt. Argumentiert wird das über deren schlechtes Rating und da liegt der Hase im Pfeffer. Es gibt zwar ein breites Bewusstsein, das monetäre Gewinnmaximierung nicht zielführend ist, im Rating wird dem aber wie das Beispiel zeigt nicht Rechnung getragen.

Ein gutes Rating und damit günstige Finanzierungen erhalten nach wie vor jene, welche in möglichst kurzer Zeit mit möglichst wenig Risiko, möglichst viel Gewinn erzielen. Oder anders formuliert, nachhaltiges wirtschaften wird noch immer nicht honoriert. Es sei denn, man vertraut auf die Belohnung die einem dann der Herrgott im Himmel „hoffentlich“ anvertraut.


Die Wirtschaft hat einen klar definierten Auftrag und der lautet in möglichst kurzer Zeit mit möglichst wenig Risiko, möglichst viel Gewinn zu erzielen. Diesen Auftrag hat sie von ihren Geldgebern. Die Geldgeber sind Banken, Fonds, Beteiligungsgesellschaften und Aktionäre, die diesen Auftrag wiederum von den Menschen übernommen haben, die ihnen ihrerseits ihr Geld zur Verfügung gestellt haben. Das Rating eines Unternehmens und auch eines Landes  ist primär auf die Fähigkeit ausgelegt, wie gut es diesem gelingt diesen Auftrag zu erfüllen. Macht man das gut bekommt man ein gutes Rating und wird dadurch belohnt, dass man sich günstig Geld am Kapitalmarkt organisieren kann. Das gilt auch für Privatpersonen, wie man aus Gesprächen mit seinem Bankberater weis.

Unter Gewinn versteht man in unserem System monetären Gewinn, also Geldzuwachs. Das verführerische ist es, dass sich dieser Gewinn sehr leicht kurzfristig steigern lässt. Das Problem ist, dass dies immer auf Kosten anderer im System geschieht. Auf Kosten der Mitarbeiter, der Umwelt, der Gesellschaft, des Produktes, des Kunden und letztendlich – wie wir jetzt wissen – auch der Geldgeber. Die Folge ist ein Kollaps. Das System wird also primär aus der Perspektive des kurzfristig ausgerichteten Geldgebers getrieben. Der langfristige Geldgeber verliert ebenso.

Mit diesem Bewusstsein sollte es doch ein einfaches sein das alles zu ändern, oder? Hätten da nicht gerade Klein und Mittelständische Unternehmen im urbanen Raum die besten Vorsaussetzungen zu entsprechen?

Da gibt es auf Grund der Größe persönlichen Kontakt der Eigentümer/Geldgeber zu den Mitarbeiten, zum Produkt und zu den Kunden zum Teil bereits über Generationen. Was geschieht wohl, wenn ein Bäcker seinen Laden im Dorf Mitarbeiter abbaut, am Produkt spart, oder seinen Müll in den Dorfbach leitet? Der verliert sehr schnell an Reputation (Rating) und bekommt die Konsequenzen zu spüren.

Es zeigt sich, dass es gerade diese Unternehmen sind, welche jetzt am meisten leiden. Sie bekommen kein Geld mehr vom Kapitalmarkt. Argumentiert wird das über deren schlechtes Rating und da liegt der Hase im Pfeffer. Es gibt zwar ein breites Bewusstsein, das monetäre Gewinnmaximierung nicht zielführend ist, im Rating wird dem aber wie das Beispiel zeigt nicht Rechnung getragen.

Ein gutes Rating und damit günstige Finanzierungen erhalten nach wie vor jene, welche in möglichst kurzer Zeit mit möglichst wenig Risiko, möglichst viel Gewinn erzielen. Oder anders formuliert, nachhaltiges wirtschaften wird noch immer nicht honoriert. Es sei denn, man vertraut auf die Belohnung die einem dann der Herrgott im Himmel „hoffentlich“ anvertraut.

Gastkommentar von Robert Rogner
Wiener Zeitung
 

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